das Projekt die Villa Untersuchung Auswertung Impressionen

Die Villa hat eine ausgesprochen interessante, bis in gotische Zeiten zurückreichende Baugeschichte mit vielen Bauphasen. Die Bausubstanz der Villa wurde jedoch bisher noch nicht umfassend untersucht. Fast alle in der Literatur getroffenen Aussagen berufen sich auf schriftliche Quellen oder wurden aufgrund der äußeren Erscheinung getroffen. Von neueren Restaurierungsmaßnahmen verschont, bietet sie Einblick in zahlreiche baugeschichtlich erwähnenswerte Konstruktionen.

Durch Kenntnis der vorhandenen Konstruktionen konnten umfassende Aussagen zur Baugeschichte der Villa Spessa getroffen werden. Diese sind zum Teil sehr detailliert. Die Erkenntnisse aus der Untersuchung der Konstruktion überschreiten die Grenzen der „klassischen“ Bauforschung, die sich vor allem auf die Gefügekunde konzentriert.

In der Villa Spessa findet sich eine große Anzahl sehr einfacher Konstruktionen, die jedoch bei genauerer Betrachtung fein differenzierbar sind. Durch die sehr gute Originalsubstanz ist es möglich sogar einzelne bautechnische Vorgänge zu rekonstruieren. Da jedoch nur zu sehr wenigen anderen Bauten aus dieser Zeit aussagekräftiges Material vorliegt, lassen sich zunächst keine Vergleiche durchführen. Die Arbeit versteht sich in dem Sinne als Grundlage und will zu weiteren, detaillierten Untersuchungen an anderen Gebäuden in der Terra Ferma und in Venedig anregen. Erst mit den Kenntnissen über andere Bauwerke lassen sich dann allgemeingültige Aussagen über den Villenbau in Venedig und der Terra Ferma treffen.

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